Model-Lexikon: Begriffe aus der Modelbranche einfach erklärt

Model-Lexikon: Begriffe aus der Modelbranche einfach erklärt

Was ist eine Sedcard? Wie funktioniert ein Casting? Und was bedeutet Buyout? Unser Model-Lexikon erklärt wichtige Fachbegriffe rund um Bewerbung, Fotoshootings, Buchungen und Honorare.

Die Erklärungen helfen Newcomern und erfahrenen Models, Jobanfragen besser zu verstehen und sich auf Produktionen vorzubereiten. Die konkreten Leistungen, Vergütungen und Nutzungsrechte werden für jeden Auftrag individuell vereinbart.

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Häufig gesuchte Modelbegriffe

A – Accessoires, Agenturprovision und Aktfotografie

Accessoires

Ergänzungen zu einem Outfit, beispielsweise Schmuck, Taschen, Gürtel, Hüte oder Schals. Bei einem Shooting werden sie passend zum Styling und zur gewünschten Bildwirkung ausgewählt.

Agenturprovision

Die vereinbarte Vergütung einer Modelagentur für die Vermittlung und Abwicklung eines Auftrags. Vor einer Buchung sollte klar sein, wie hoch die Provision ist, auf welche Honoraranteile sie sich bezieht und wie sie abgerechnet wird. Unsere Regelungen findest du in den Aufnahme- und Vermittlungsbedingungen für Models.

Aktfotografie

Fotografie, bei der der unbekleidete menschliche Körper dargestellt wird. Solche Aufnahmen sind keine Voraussetzung für eine allgemeine Modelbewerbung. Aufnahmeart und Bildnutzung müssen vorher ausdrücklich geklärt sein. Für Minderjährige sind Aktaufnahmen ausgeschlossen.

B – Backstage, Book, Booker und Buyout

Backstage

Der Bereich hinter der Bühne oder außerhalb des öffentlichen Produktionsbereichs. Dort finden beispielsweise Styling, Umkleiden und Vorbereitungen für eine Show statt.

Beauty-Model

Ein Model für Aufnahmen, bei denen Gesicht, Haut, Haare oder Kosmetikprodukte im Mittelpunkt stehen. Welche Merkmale gesucht werden, hängt von der jeweiligen Kampagne ab.

Book / Portfolio

Eine ausgewählte Sammlung von Modelaufnahmen und Arbeitsproben. Ein Portfolio kann digital oder als Fotomappe präsentiert werden. Es sollte das aktuelle Aussehen und unterschiedliche geeignete Einsatzmöglichkeiten zeigen.

Booker

Ansprechpartner in einer Modelagentur, der Kundenanfragen bearbeitet, passende Models vorschlägt und Buchungen koordiniert. Dazu gehört die Abstimmung von Verfügbarkeit, Honorar und Produktionsbedingungen.

Brand Ambassador

Eine Person, die eine Marke über einzelne Aufnahmen hinaus repräsentiert, beispielsweise bei Veranstaltungen oder auf Social Media. Aufgaben, Laufzeit und mögliche Exklusivität werden individuell vereinbart.

Briefing

Die Beschreibung eines geplanten Auftrags. Ein Briefing kann das gewünschte Modelprofil, die Bildidee, den Produktionsort, Termine, Kleidung und besondere Anforderungen enthalten.

Buchungsbestätigung

Die Bestätigung eines konkreten Auftrags mit den vereinbarten Bedingungen. Dazu gehören insbesondere Termin, Ort, Tätigkeit, Einsatzzeit, Honorar, Provision, Reisekosten und Nutzungsrechte. Eine unverbindliche Anfrage ist noch keine bestätigte Buchung.

Buyout

Im Modelbereich bezeichnet Buyout die vereinbarte Nutzung der entstandenen Aufnahmen und die dafür vorgesehene Vergütung. Entscheidend sind unter anderem Medien, Nutzungsdauer, Nutzungsgebiet und Werbezweck.

Beispiel: Eine Nutzung für zwölf Monate im deutschen Online-Shop ist etwas anderes als eine weltweite Kampagne mit Plakaten, Social-Media-Anzeigen und Fernsehwerbung. Ein Buyout bedeutet nicht automatisch eine zeitlich und räumlich unbegrenzte Nutzung.

C – Calltime, Casting und Commercial Model

Calltime

Die Uhrzeit, zu der ein Model am vereinbarten Ort eintreffen soll. Sie kann vor dem eigentlichen Aufnahmebeginn liegen, etwa für Make-up, Styling oder eine Anprobe.

Casting

Ein Auswahlverfahren für eine Produktion. Models werden beispielsweise anhand ihrer Sedcard, bei einem persönlichen Termin oder über ein Video beurteilt. Je nach Auftrag können kurze Spielszenen, Bewegungen oder Produktpräsentationen gefragt sein. Eine Castingteilnahme garantiert keine Buchung.

Catwalk / Runway

Englische Bezeichnungen für den Laufsteg einer Modenschau. Models präsentieren dort Kleidung und Accessoires nach einem vorher abgestimmten Ablauf.

Choreografie

Ein festgelegter Bewegungsablauf, beispielsweise für eine Modenschau oder Filmaufnahme. Dazu können Laufwege, Positionen, Reihenfolgen und zeitliche Einsätze gehören.

Close-up

Eine Nahaufnahme, bei der beispielsweise das Gesicht, die Hände oder ein Produktdetail einen großen Teil des Bildes einnimmt.

Commercial Model / Werbemodel

Ein Model für Werbung und kommerzielle Produktionen, beispielsweise für Handel, Reisen, Gesundheit oder Dienstleistungen. Gefragt sind je nach Briefing unterschiedliche Altersgruppen, Körpergrößen und Erscheinungsbilder.

Content Creator

Eine Person, die Inhalte wie Fotos, Videos oder Texte erstellt. Bei einer Zusammenarbeit sollte festgelegt werden, wer die Inhalte produziert, wo sie veröffentlicht werden und welche Nutzungsrechte der Auftraggeber erhält.

Begriffe rund um den Schutz kreativer Werke. Bei Fotos sind die Rechte der fotografierenden Person und die Rechte der abgebildeten Person zu unterscheiden. Wer auf einem Foto zu sehen ist, darf es deshalb nicht automatisch für jeden Zweck veröffentlichen.

Covershooting

Ein Fotoshooting für die Titelseite einer Zeitschrift oder einer anderen Publikation. Bildgestaltung und Format werden auf das jeweilige Cover abgestimmt.

Curvy / Plus Size Model

Bezeichnungen für Models, die unter anderem Mode in größeren Konfektionsgrößen präsentieren. Die gesuchten Maße und Größen unterscheiden sich nach Marke, Produkt und Produktion.

D – Dessous, Digitals und Direct Booking

Dessous / Lingerie

Bezeichnungen für Unterwäsche. Bei einer Dessousproduktion muss vor der Zusage klar sein, welche Kleidung gezeigt wird und wie die Aufnahmen verwendet werden. Ein solcher Einsatz ist keine allgemeine Voraussetzung für die Arbeit als Model.

Digitals

Aktuelle, natürliche Modelaufnahmen ohne Filter oder verändernde Retusche. Sie zeigen das tatsächliche Aussehen und werden häufig auch Polaroids oder Polas genannt.

Direct Booking

Eine Buchung ohne vorheriges persönliches Casting. Der Kunde entscheidet beispielsweise anhand von Sedcard, Digitals, Portfolio oder vorhandenen Arbeitsproben. Die Auftragsbedingungen werden trotzdem vorab abgestimmt.

Dressman

Eine traditionelle Bezeichnung für ein männliches Model, insbesondere bei der Präsentation von Herrenmode. Heute werden häufig die Begriffe Model oder Male Model verwendet.

E – E-Commerce, Editorial und Exklusivität

E-Commerce-Model

Ein Model für die Produktdarstellung im Onlinehandel. Dabei geht es beispielsweise darum, Passform, Schnitt und Details eines Kleidungsstücks in Fotos oder kurzen Videos nachvollziehbar zu zeigen.

Editorial

Eine redaktionelle Foto- oder Videostrecke, etwa in einem Mode- oder Lifestylemagazin. Gestaltung und Veröffentlichung stehen im Zusammenhang mit dem redaktionellen Thema. Honorar und Nutzungsbedingungen unterscheiden sich je nach Projekt.

Exklusivität

Eine vereinbarte Einschränkung anderer Tätigkeiten, etwa Werbung für konkurrierende Marken während einer bestimmten Kampagnenlaufzeit. Zeitraum, Produktbereich, Gebiet und Vergütung sollten vor der Buchung eindeutig geklärt werden.

F – Fitting und Folgebuchung

Fitting

Eine Anprobe, bei der Kleidung auf Passform und Wirkung geprüft wird. Sie kann der Vorbereitung eines Shootings oder einer Modenschau dienen oder ein eigenständiger Auftrag zur Produktentwicklung sein.

Folgebuchung

Ein erneuter Auftrag eines Kunden, der bereits mit dem Model gearbeitet hat. Für den neuen Einsatz werden Termin, Honorar und Nutzungsrechte erneut abgestimmt. Vereinbarte Kundenschutzregelungen der vermittelnden Agentur sind zu beachten.

G – Gage und Go-see

Gage / Honorar

Die vereinbarte Bezahlung für einen Auftrag. Ihre Höhe hängt unter anderem von Tätigkeit, Einsatzzeit, Anforderungen und Bildnutzung ab. Vor der Zusage sollte deutlich sein, welche Leistungen enthalten sind und welche Abzüge vereinbart wurden.

Go-see / Go-and-see

Ein Vorstellungstermin bei einer Agentur oder einem potenziellen Auftraggeber. Das Model zeigt sein aktuelles Erscheinungsbild und gegebenenfalls neue Arbeitsproben. Ein Go-see ist nicht automatisch mit einem konkreten Job verbunden.

H – Handmodel, Headshot und Hairstyling

Hairstylist

Eine Fachperson für das Haarstyling. Bei Produktionen setzt sie den abgestimmten Look um und betreut die Frisur während der Aufnahmen.

Halbakt / Teilakt

Bezeichnungen für Aufnahmen mit teilweiser Nacktheit. Weil die Begriffe unterschiedlich ausgelegt werden können, muss der konkrete Aufnahmeumfang vorher eindeutig beschrieben werden. Für Minderjährige sind solche Aufnahmen ausgeschlossen.

Handmodel

Ein auf Handaufnahmen spezialisiertes Model, beispielsweise für Schmuck, Kosmetik, Lebensmittel oder technische Produkte. Neben dem Erscheinungsbild können ruhige Bewegungen und die präzise Wiederholung von Handgriffen wichtig sein.

Haute Couture

Ein Begriff für besonders aufwendige, individuell gefertigte Mode. Im französischen Modesystem ist die Bezeichnung an besondere Voraussetzungen gebunden; nicht jede hochwertige Designermode ist Haute Couture.

Headsheet

Eine Übersicht mit Portraits mehrerer Models und grundlegenden Profilangaben. Agenturen können sie digital oder gedruckt für eine schnelle Vorauswahl bereitstellen.

Headshot

Eine Portraitaufnahme mit Schwerpunkt auf Gesicht und Ausdruck. Je nach Verwendungszweck können auch Schultern und ein Teil des Oberkörpers sichtbar sein.

High Heels

Schuhe mit hohen Absätzen. Ob sie für einen Auftrag benötigt werden und welches Modell geeignet ist, ergibt sich aus dem Briefing. Sie gehören nicht zur Pflichtausstattung jedes Models.

Host / Hostess

Eine Person für Gästebetreuung, Information oder Präsentation bei Veranstaltungen und Messen. Solche Aufgaben können sich mit Modeltätigkeiten überschneiden, bilden aber auch einen eigenen Arbeitsbereich.

I – Influencer und inklusive Besetzung

Implied Nude

Eine Bildgestaltung, die Nacktheit andeutet, ohne intime Körperbereiche ausdrücklich zu zeigen. Der Begriff allein beschreibt nicht ausreichend, was am Set erwartet wird. Bekleidung, Ablauf und Bildnutzung müssen vorher geklärt sein. Für Minderjährige ist dieser Aufnahmebereich ausgeschlossen.

Inclusive Casting / Diversity

Eine vielfältige Besetzung, die unterschiedliche Menschen und Lebensrealitäten berücksichtigt. Dazu können verschiedene Altersgruppen, Körperformen, Hautfarben oder Menschen mit Behinderungen gehören.

Influencer

Eine Person, die über eigene Kanäle eine Community erreicht und für Markenkooperationen gebucht werden kann. Neben der Reichweite sind Zielgruppe, Inhalte und Interaktion relevant. Ein eigenes Social-Media-Profil ist nicht für jeden Modeljob nötig.

K – Kartei, Katalog und Kindermodel

Kartei / Modeldatenbank

Die Sammlung der Modelprofile einer Agentur. Sie enthält beispielsweise Fotos, Maße, Standort und Einsatzbereiche. Eine Aufnahme in die Kartei garantiert keine Buchung. Hier findest du unsere Modelkartei.

Katalogaufnahmen

Produkt- oder Modeaufnahmen für Kataloge und vergleichbare Verkaufsmedien. Umfang und Dauer können von wenigen Aufnahmen bis zu mehrtägigen Produktionen reichen.

Kindermodel

Ein Kind, das für geeignete Foto-, Werbe- oder Filmproduktionen eingesetzt wird. Bewerbung und Buchungsabsprachen erfolgen über die Sorgeberechtigten. Betreuung, Schule und die für den Einsatz geltenden Schutzvorschriften müssen berücksichtigt werden.

Kollektion

Eine zusammengehörige Auswahl von Kleidungsstücken oder Accessoires einer Marke. Models können sie bei Shootings, im Showroom oder auf dem Laufsteg präsentieren.

Konfektionsgröße und Modelmaße

Angaben zur Kleidergröße und zu Körpermaßen, die bei der Auswahl und Vorbereitung einer Produktion helfen. Einheitliche Voraussetzungen für alle Modelbereiche gibt es nicht. Wichtig sind korrekte, aktuelle Angaben.

L – Laufsteg und Lifestyle-Model

Laufsteg

Der Präsentationsbereich einer Modenschau. Laufstegmodels zeigen dort Kleidung in Bewegung. Anforderungen an Maße, Körpergröße und Erfahrung hängen von der jeweiligen Show und den vorgesehenen Kleidungsstücken ab.

Lifestyle-Model

Ein Model für inszenierte Alltagssituationen, beispielsweise beim Reisen, Einkaufen, Sport oder im Familienleben. Häufig stehen natürliche Interaktion und glaubwürdige Darstellung im Vordergrund.

M – Modelagentur und Moodboard

Modelagentur

Eine Agentur, die Models und Auftraggeber zusammenbringt. Zu ihren Aufgaben können Profilauswahl, Präsentation, Honorarverhandlung, Buchungsorganisation und Abrechnung gehören. Der Leistungsumfang richtet sich nach den vereinbarten Bedingungen.

Modefotograf / Fashion Photographer

Eine auf die fotografische Darstellung von Mode spezialisierte Person. Bei Produktionen arbeitet sie unter anderem mit Models, Styling, Make-up und der kreativen Leitung zusammen.

Moodboard

Eine Sammlung von Bildreferenzen, Farben und Gestaltungsideen. Sie zeigt die gewünschte Stimmung einer Produktion und hilft dem Team, Licht, Styling und Ausdruck aufeinander abzustimmen.

N – New Faces und Nutzungsrechte

New Faces / Newcomer

Models am Anfang ihrer Tätigkeit oder neu im Portfolio einer Agentur. Der Begriff beschreibt den Erfahrungsstand und ist nicht automatisch an ein bestimmtes Alter gebunden.

Nutzungsrechte

Vereinbarungen darüber, wie Foto- oder Videoaufnahmen verwendet werden dürfen. Wichtig sind insbesondere Medien, Zweck, Nutzungsdauer und Länder beziehungsweise Regionen. Zusätzliche Nutzungen können eine neue Vereinbarung und weitere Vergütung erforderlich machen. Siehe auch Buyout.

O – Option und Overtime

Option

Eine vorläufige Reservierung für einen möglichen Auftrag. Sie ist von einer festen Buchung zu unterscheiden. Rangfolge, Entscheidungsfrist und mögliche Bindungen sollten mit der Agentur geklärt werden. Eine Option darf nicht pauschal als jederzeit kostenlos stornierbare Buchung verstanden werden.

Overtime / Mehrarbeit

Arbeitszeit, die über den vereinbarten Einsatz hinausgeht. Wie sie vergütet wird, sollte vor der Buchung feststehen. Zeichnet sich eine Überschreitung ab, informiere deine Agentur und dokumentiere die tatsächlichen Einsatzzeiten.

P – People, Petite, Polaroids und Posing

People-Model

Ein Model für die Darstellung unterschiedlicher Menschen und Alltagssituationen in Werbung und Unternehmenskommunikation. Kunden suchen dabei häufig konkrete Typen oder Charaktere statt eines einheitlichen Modeideals.

Petite-Model

Eine Bezeichnung für kleinere Models, insbesondere im Modebereich. Welche Körpergröße gemeint ist, unterscheidet sich nach Agentur, Marke und Auftrag.

Polaroids / Polas

Im heutigen Modelbereich sind damit meist aktuelle, natürliche Aufnahmen gemeint, auch Digitals genannt. Sie zeigen das tatsächliche Aussehen ohne Filter, verändernde Retusche oder aufwendige Inszenierung.

Für eine Bewerbung eignen sich beispielsweise ein Portrait, eine Profilansicht und eine Ganzkörperaufnahme bei gleichmäßigem Tageslicht vor einem ruhigen Hintergrund. Beachte die konkreten Hinweise der jeweiligen Agentur.

Posing

Die bewusste Gestaltung von Körperhaltung, Bewegung und Ausdruck vor der Kamera. Je nach Auftrag entwickelt das Model eigene Vorschläge oder setzt Anweisungen des Produktionsteams um.

Ein Model für Aufnahmen, die in gedruckten Medien erscheinen, beispielsweise Anzeigen, Broschüren oder Plakaten. Zusätzliche digitale Nutzungen müssen ebenfalls von der Vereinbarung umfasst sein.

R – Reisekosten, Royalties und Running Order

Reisekosten

Kosten für die Anreise und gegebenenfalls Übernachtung im Zusammenhang mit einem Auftrag. Eine Erstattung ist nicht automatisch vorauszusetzen. Kläre vor der Zusage, welche Kosten übernommen werden, wer bucht und welche Belege benötigt werden.

Royalties

Nutzungsabhängige Vergütungen oder Lizenzzahlungen, deren Berechnung sich nach der jeweiligen Vereinbarung richtet. Der Begriff ist nicht automatisch gleichbedeutend mit einem einmaligen Buyout.

Running Order

Der Ablaufplan einer Show. Er legt beispielsweise fest, welches Model wann auftritt, welches Outfit trägt und in welcher Reihenfolge die Präsentationen stattfinden.

Runway Rehearsal

Die Probe vor einer Modenschau. Dabei werden Laufwege, Timing, Positionen und die Zusammenarbeit mit dem Produktionsteam eingeübt.

S – Sedcard, Selftape, Set und Shooting

Sedcard

Die kompakte Vorstellung eines Models mit ausgewählten Fotos, Maßen und weiteren Profilangaben. Eine Sedcard kann digital oder gedruckt vorliegen und hilft Auftraggebern bei der Vorauswahl.

Wichtig sind aktuelle Bilder, korrekte Angaben und eine Auswahl, die das Model realistisch zeigt. Ein Portrait und Ganzkörperaufnahmen können unterschiedliche Einsatzmöglichkeiten sichtbar machen.

Selftape

Ein selbst aufgenommenes Bewerbungsvideo nach einem Castingbriefing. Gefragt sein können eine kurze Vorstellung, bestimmte Bewegungen oder eine kleine Szene. Achte auf verständlichen Ton, ruhiges Licht und die vorgegebenen Inhalte und Dateiformate.

Senior Model / Best Ager

Bezeichnungen für Models in reiferen Altersgruppen. Sie werden beispielsweise für Mode, Reisen, Dienstleistungen oder Lifestyleproduktionen gebucht. Die Altersgrenzen sind nicht branchenweit einheitlich festgelegt.

Set

Der Ort beziehungsweise eingerichtete Bereich einer Foto- oder Filmproduktion. Ein Set kann sich im Studio, in einem Gebäude oder im Freien befinden.

Shooting / Fotoshooting

Eine Fotoproduktion, bei der geplante Motive umgesetzt werden. Zum Ablauf können Styling, Anprobe, Lichtaufbau und verschiedene Aufnahmesituationen gehören. Einsatzzeit und Leistungen werden vorab abgestimmt.

Showroom

Ein Ausstellungs- und Präsentationsraum für Produkte oder Kollektionen. Models können dort Kleidung beispielsweise vor Einkäufern oder Geschäftskunden vorführen.

Spesen

Auftragsbezogene Auslagen, etwa für Verpflegung, Nahverkehr oder Übernachtungen. Ob sie erstattet werden und welche Grenzen gelten, richtet sich nach der vorherigen Vereinbarung.

Statist / Komparse

Eine Person, die eine Film- oder Fernsehhandlung im Hintergrund unterstützt, beispielsweise als Gast in einem Restaurant. Aufgaben und Vergütung unterscheiden sich von einer Hauptrolle oder einem klassischen Modelauftrag.

Stylist

Eine Fachperson, die Kleidung und Accessoires für eine Produktion auswählt und kombiniert. Am Set achtet sie unter anderem auf Passform, Bildwirkung und einen durchgängigen Look.

Scout / Modelscout

Eine Person, die nach potenziellen Models sucht. Bei einer Ansprache solltest du Identität und Agenturzugehörigkeit über die offiziellen Kontaktwege prüfen. Minderjährige sollten ihre Sorgeberechtigten einbeziehen.

T – Testshooting, TFP und Totale

Testshooting

Ein Shooting, das beispielsweise dem Portfolioaufbau oder der Erprobung einer Zusammenarbeit dient. Es ist nicht automatisch kostenlos. Kosten, Bildauswahl, Bearbeitung und Nutzungsrechte sollten vorher vereinbart werden.

TFP – Time for Pictures

Eine Zusammenarbeit, bei der die Beteiligten üblicherweise statt eines Honorars vereinbarte Bilder für ihr Portfolio erhalten. Welche Bilder geliefert und wie sie genutzt werden dürfen, sollte schriftlich festgehalten werden.

Totale / Ganzkörperaufnahme

In der Modelbewerbung ist damit häufig eine Aufnahme der vollständigen Person von Kopf bis Fuß gemeint. In Film und Fotografie beschreiben Einstellungsgrößen zusätzlich das Verhältnis von Person und Umgebung.

V – Verfügbarkeit, Video-Sedcard und Visagist

Verfügbarkeit

Die Möglichkeit, an einem bestimmten Termin und Ort einen Auftrag wahrzunehmen. Teile deiner Agentur zeitnah mit, ob du verfügbar bist, und beachte bereits bestätigte Buchungen und vereinbarte Optionen.

Video-Sedcard

Eine kurze bewegte Vorstellung eines Models. Sie kann Ausdruck, Stimme, Bewegung und Auftreten zeigen und ergänzt die Fotos der Sedcard.

Visagist / Make-up Artist

Eine Fachperson für das Make-up einer Produktion. Ob zusätzlich das Haarstyling übernommen wird, hängt von der Qualifikation und der Aufgabenverteilung im jeweiligen Team ab.

W – Werbemodel und Wäschemodel

Werbemodel

Ein Model, das Produkte, Marken oder Dienstleistungen in einer Werbeproduktion präsentiert. Je nach Kampagne sind unterschiedliche Erscheinungsbilder und Fähigkeiten gefragt. Siehe auch Commercial Model.

Wäschemodel / Bademodenmodel

Ein Model für die Präsentation von Unterwäsche oder Bademode. Anforderungen ergeben sich aus Produkt, Zielgruppe und Gestaltung der Kampagne. Ein universeller „perfekter Körper“ ist dafür kein sinnvoller Maßstab.

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